HSG1: Starke Moral reicht nicht für Punkte gegen Büttelborn

Am vergangenen Sonntag empfing die HSG Rü/Bau/Kö den TV Büttelborn in der Bauschheimer Sporthalle. Die Vorzeichen standen dabei alles andere als günstig für die Hausherren: Gleich mehrere Spieler fehlten verletzungsbedingt, beruflich oder aus privaten Gründen. Unter anderem mussten Mirco Reinheimer und Robin Gross verletzungsbedingt passen. Auch Max Kaczmarek, Joel Neubauer, Steffen Weyrich und Sven Sprengard standen nicht zur Verfügung. Damit fehlten der HSG gleich vier Spieler aus der Stammsechs. Dank der Unterstützung aus der zweiten Mannschaft konnte man dennoch auf einige Wechselmöglichkeiten zurückgreifen und dem favorisierten Gast über weite Strecken Paroli bieten. Am Ende musste sich die HSG nach einer kämpferisch starken Vorstellung allerdings knapp mit 24:26 (10:14) geschlagen geben.

Von Beginn an legten die Gastgeber ihren Schwerpunkt auf eine kompakte Abwehrarbeit. Damit gelang es der HSG, den offensivstarken Gästen das Leben schwer zu machen und sie immer wieder vor Herausforderungen zu stellen. Allerdings fehlte im eigenen Angriff zunächst die nötige Durchschlagskraft. Gegen die eng gestaffelte Defensive des TV Büttelborn fand die Mannschaft nur selten passende Lösungen, sodass man sich nach 20 Minuten beim Stand von 5:10 bereits einem Fünf-Tore-Rückstand gegenübersah. Während man mit der Abwehr- und Torhüterleistung durchaus zufrieden sein konnte, offenbarte die eigene Offensive noch deutliches Verbesserungspotenzial. Bis zur Pause gelang es der HSG jedoch, sich wieder offensiv etwas hereinzukämpfen und den Rückstand immerhin auf 10:14 zu verkürzen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten zunächst erneut die Gäste den besseren Start. Büttelborn erhöhte schnell auf 10:17 und schien sich damit weiter abzusetzen. Doch die HSG ließ sich auch von diesem Rückschlag nicht entmutigen und kämpfte sich mit viel Einsatz zurück in die Partie. In der Folge entwickelte sich ein zunehmend ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber Tor um Tor aufholen konnten. Besonders bemerkenswert war dabei die 45. Spielminute: Trotz doppelter Unterzahl gelang es der HSG, diese schwierige Phase mit 2:1 für sich zu entscheiden. Ein Beleg für den großen Zusammenhalt und die Moral innerhalb der Mannschaft.

Die Aufholjagd sollte sich schließlich beinahe noch auszahlen. Vier Minuten vor dem Ende war die Rüsselsheimer Spielgemeinschaft beim Stand von 22:23 wieder bis auf einen Treffer herangekommen und hatte den Favoriten gehörig unter Druck gesetzt. In der Schlussphase fehlte jedoch das letzte Quäntchen, um die Partie endgültig zu drehen. So musste sich die HSG trotz einer starken kämpferischen Leistung letztlich mit 24:26 geschlagen geben.

Trainer Tim Fähnrich zeigte sich nach dem Spiel dennoch zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Gerade angesichts der personellen Situation sei die Leistung aller Beteiligten bemerkenswert gewesen. Dass man einem der Topfavoriten mit einem derart dünnen Kader über 60 Minuten so große Probleme bereiten konnte, mache Mut für die kommenden Aufgaben. Die Mannschaft könne stolz auf ihre Leistung und insbesondere ihren Kampfgeist sein.

Auch Mittelmann Max Reschner zog trotz der Niederlage ein positives Fazit. Zwar sei es am Ende knapp nicht für einen Sieg gereicht, doch habe die Mannschaft über die gesamte Spielzeit großen Teamgeist und Willen gezeigt. Zudem sei er zuversichtlich, dass man den Zuschauern ein gutes Spiel geboten habe. Besonders hob Reschner die starke Leistung der beiden Torhüter hervor, die mit wichtigen Paraden ihren Anteil daran hatten, dass die HSG bis zum Schluss im Spiel blieb. Ein ausdrückliches Dankeschön richtete er außerdem an die Spieler der zweiten Mannschaft, deren Unterstützung angesichts der zahlreichen Ausfälle besonders wertvoll gewesen sei.

Die ganze Mannschaft bedankt sich bei der Zwoten für ihre Bereitschaft und ihren Einsatz. Ohne diese Unterstützung wären die personellen Möglichkeiten an diesem Wochenende noch deutlich eingeschränkter gewesen.

Unterm Strich bleibt eine ärgerliche, aber keineswegs enttäuschende Niederlage gegen einen starken Gegner. Vor allem die kämpferische Einstellung, der Zusammenhalt und die Moral nach dem zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand machen Mut für die kommenden Wochen. Nun hofft die HSG darauf, in der nächsten Partie wieder mit einem breiteren Kader antreten zu können. Auswärts bei der HSG Bensheim/Auerbach sollen die nächsten zwei Punkte eingefahren werden, bevor anschließend das mit Spannung erwartete Derby gegen Trebur ansteht.

Spielfilm: 2:2, 4:7, 5:11, 8:12, 10:14 – 10:17, 14:19, 18:22, 22:23, 24:26

HSG: Dominik Gommans, Joshua Dammel (1); Torben Fähnrich (8/3), Florian Hock (5), Nico Cezanne (4), Matthias Hirsch (3), Max Reschner, Joel Beer, Jens Hartmann (je 1), Philipp Maybach, Lucas Jeromin, Luis Müller, Felix Wiefelspütz

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