mC-Jugend: Logische Konsequenz: HSG unterliegt Pfungstadt im Heimspiel
von Heiko Müller
Nach zwei deutlichen Niederlagen gegen Topteams aus der C-Jugend-Bezirksoberliga musste sich die HSG im zweiten Heimspiel der Saison mit 29:39 dem TSV Pfungstadt geschlagen geben.
Dabei hatte das vorherige Aufeinandertreffen der beiden Teams in der BOL-Quali Hoffnung gemacht: Trotz mäßiger Leistung vor allem im ersten Durchgang lieferte man sich mit den Pfungstädtern ein Duell auf Augenhöhe und schrammte nur knapp an einem Erfolg vorbei.
Dem gegenüber stand die seit bereits vor den Sommerferien abbauende Ernsthaftigkeit und Einsatzbereitschaft in den Trainingseinheiten.
Unterstützung bekam unser – aufgrund verletzungsbedingten Ausfalls und anderer Absagen dezimiertes – Team aus der D-Jugend durch Ole im Kasten sowie Phil im Feld.
Die Partie begann ausgeglichen, über 6:6 hielt die HSG bis Mitte der ersten Hälfte beim Stand von 7:9 gut mit. Pfungstadt brachte nun seine doppelspielberechtigten Spieler aus der Zwingenberger Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz, was zum Charaktertest für unsere Defensive werden sollte, da diese nochmal ein ganz anderes Level an Dynamik und Wurfqualität ins Spiel brachte. Lücken durch fehlende Laufbereitschaft traten nun stärker zutage, ebenso wie die fehlende Konsequenz bei Einläufern von außen und beim Aushelfen.
Vor allem der linke Rückraum Pfungstadts kam in dieser Phase in neun Minuten alleine zu fünf Treffern. Die mangelhafte Defensive konnten wir im Angriff ausgleichen, vor allem unsere linke Seite hielt uns im Spiel. Dank einer aufmerksamen Schlussphase kamen wir kurz vor der Halbzeit mit zwei Treffern in Folge auf ein 15:18 heran.
Willens, mit mehr Engagement in der Kaderbreite und konsequenterem Abwehrverhalten aufzutreten, kamen wir aus der Kabine und konnten auch auf 17:19 verkürzen. Dann jedoch setzte Pfungstadt mit vier Treffern in Serie ein Ausrufezeichen.
Zu viele einfache Gegentore mangels entschlossener Gegenwehr waren offensiv nicht mehr zu kompensieren. Nachdem erneut der Pfungstädter linke Rückraum binnen zwei Minuten zu vier Treffern kam, konnten wir ab Mitte der zweiten Hälfte dank zweier Doppelpacks nochmal auf sechs Treffer zum 26:32 verkürzen.
In der Schlussphase kassierten wir erneut vier Tore in Serie, ehe Phil mit dem 29:39 den Schlusspunkt in der Partie setzte.
Man kann sagen, es war aufgrund der letzten Wochen abzusehen, dass das Spiel so laufen würde. Aber dennoch bleibt der fade Nachgeschmack, dass hier deutlich mehr drin gewesen wäre: Sechs von sechs Siebenmetertreffern von Emil und Tim G. zeugen von der notwendigen Konzentration und vor allem unsere linke Angriffsseite zeigte die im Training geforderte Dynamik, auch wenn nicht jede Entscheidung in der jeweiligen Situation die beste oder von Erfolg gekrönt war.
Auch bemühte man sich – erneut besonders links – die in der Pause geforderten Defensivwege umzusetzen.
Leider zog hier nicht das gesamte Team an einem Strang, sodass zu keinem Zeitpunkt Druck über die gesamte Spielfeldbreite ausgeübt wurde. Einlaufversuche verpufften, da zeitgleich im Rückraum „Standhandball“ gespielt wurde.
In der Abwehr mündete die mangelnde Laufbereitschaft in häufigen Durchbrüchen durch den Rückraum, und unsere Konsequenz, in Kreisnähe zu verteidigen, war zwei Klassen schwächer gegenüber der von Pfungstadt.
Fazit: Die Niederlage geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Mit mehr Bereitschaft, mehr Biss und einer deutlich knackigeren Leistung in der Abwehr wäre auch diesmal viel mehr drin gewesen. Dass das Team das zu leisten imstande ist, haben unsere Quali-Siege gegen Riedstadt und Mörfelden/Walldorf eindrucksvoll bewiesen. Nun gilt es, diesen Willen und diese Bereitschaft im Training wieder zu entwickeln und in den nächsten Spielen zu demonstrieren!
Es spielten: Ole (Tor) – Adrian, Bastian, Ben, Emil, Gabriel, Jonny, Oskar, Phil, Tim G., Tim K.