HSG2: Offensiv ordentlich, defensiv ohne Zugriff

Von Dominik Gommans

Die zweite Mannschaft der HSG Rü/Bau/Kö musste sich am Samstagabend in der heimischen Halle in Bauschheim dem TV Büttelborn II deutlich mit 31:44 geschlagen geben. Dabei spiegelte das Ergebnis vor allem die massiven defensiven Probleme wider, die der HSG über die gesamte Spielzeit hinweg zu schaffen machten.

Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. Nach einer frühen 5:4-Führung und dem 8:8 zeigte die HSG, dass sie grundsätzlich in der Lage war, mit den Gästen mitzuhalten. Doch schon in der ersten Halbzeit schlichen sich zunehmend Fehler ein, die Büttelborn konsequent bestrafte. Über 9:13 und 11:15 zogen die Gäste davon und gingen schließlich mit einer 18:12-Führung in die Pause.

Trainer Maurice Pauly fand nach dem Spiel deutliche Worte und sprach von einer einfach enttäuschenden Vorstellung. Aus seiner Sicht bekomme die Mannschaft das Trainierte aktuell nicht auf die Platte, wirke in vielen Situationen zu nervös und zu verkopft. Besonders die Defensive bereite ihm große Sorgen, da hier momentan deutliche Defizite sichtbar seien. Wenn es der Mannschaft nicht gelinge, die eigene Leistung endlich auch im Spiel umzusetzen, werde man weiter Woche für Woche vor dem gleichen Problem stehen.

Nach dem Seitenwechsel versuchte die HSG zwar, noch einmal Anschluss zu finden, doch Büttelborn erhöhte sofort den Druck. Über 15:21 und 19:25 wuchs der Rückstand weiter an. Pauly erklärte später, dass man erneut gut in das Spiel gestartet sei, es aber hinten raus nicht geschafft habe, das eigene Niveau zu halten. Die Enttäuschung sitze entsprechend tief, dennoch müsse die Mannschaft weiter kämpfen und dürfe jetzt nicht aufgeben.

In der zweiten Halbzeit wurde die defensive Überforderung immer deutlicher. Die Gäste fanden nahezu nach Belieben Lücken, während die HSG weder im Abwehrverbund noch im Torhüterspiel Lösungen fand. Spätestens beim 25:31 und 28:38 war die Partie entschieden, am Ende stand ein deutliches 31:44 auf der Anzeigetafel.

Comebacker Steffen Weyrich ordnete die Partie ähnlich kritisch ein. Er betonte zwar, dass man mit den 31 erzielten Toren im Angriff grundsätzlich zufrieden sein könne, zumal gerade in der ersten Halbzeit noch einige gute Chancen liegen gelassen worden seien. Gleichzeitig machte er jedoch unmissverständlich klar, dass die 44 Gegentore für sich sprächen. Abwehr und Torhüter seien praktisch nicht vorhanden gewesen, und die Mannschaft habe zu keiner Zeit Lösungen gefunden, um defensiv Zugriff auf das Spiel zu bekommen.

Bester Torschütze der HSG war Felix Wiefelspütz mit sechs Treffern, davon zwei vom Siebenmeterpunkt. Ebenfalls fünfmal erfolgreich waren Steffen Weyrich und Nils Stannarius, Alexander Daschevski steuerte vier Tore bei. Trotz der ordentlichen Ausbeute im Angriff reichte dies nicht annähernd aus, um die eklatanten Defizite in der Defensive zu kompensieren.

Unterm Strich steht für die HSG Rü/Bau/Kö II eine deutliche Niederlage, die vor allem aufgrund fehlender Stabilität und fehlenden Zugriffs in der Abwehr zustande kam. Nun gilt es, die Enttäuschung schnell abzuschütteln und die Trainingsarbeit endlich geschlossen auf das Spielfeld zu übertragen.

Spielfilm: 5:4, 8:8, 9:13, 11:15, 12:18 – 15:21, 19:25, 25:31, 28:38, 31:44

HSG: Maurice Pauly; Felix Wiefelspütz (6/2), Steffen Weyrich, Nils Stannarius (je 5), Alexander Daschevski (4), Paul Dürkop (3/2), Jonas Schmeiss (2), Leon Daum, Colin Wacker, Lucas Jeromin, Nick Walczuch, Florian Römer, Fabio Manderscheid (je 1), Max Dingeldein, Luis Müller, Benedikt Hartfeil

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