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HSG1: Erste feiert deutlichen Heimsieg zur Kerb

Die HSG Rü/Bau/Kö hat ihr zweites Heimspiel der Saison mit einem deutlichen 40:29 (16:15)-Erfolg gegen den HC VfL Heppenheim gewonnen. Dabei war die Partie lange Zeit deutlich ausgeglichener, als es das Endergebnis vermuten lässt. Erst in der Schlussphase setzte sich die HSG entscheidend ab und belohnte sich damit für eine über weite Strecken disziplinierte Mannschaftsleistung. Ein perfekter Sieg zur Kerb in Bauschheim.

Von Beginn an entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung auf Augenhöhe. Beide Mannschaften starteten motiviert und schenkten sich zunächst wenig. Bis zum 11:11 in der 20. Minute lag jeweils höchstens ein Treffer zwischen den Teams. Die HSG hatte zu diesem Zeitpunkt zwar bereits gezeigt, dass sie zunehmend besser in die Partie fand, konnte sich aber noch nicht entscheidend absetzen.

Trainer Tim Fähnrich hatte vor der Partie neben den beiden Punkten vor allem eine konstante Leistung über die gesamten 60 Minuten gefordert. Genau diese Entwicklung war im weiteren Spielverlauf zu erkennen. Die HSG bekam defensiv immer besseren Zugriff und konnte sich im Angriff zunehmend klare Chancen herausspielen. Besonders die Einwechslungen und die Möglichkeiten zum Durchwechseln erwiesen sich als Vorteil gegenüber den Gästen, die aufgrund ihres dünner besetzten Kaders deutlich weniger Alternativen hatten.

Nach dem 11:11 übernahm die HSG langsam die Kontrolle. Beim 14:11 lag die Heimmannschaft erstmals mit drei Toren vorne. Einen besonderen Moment gab es dabei im HSG-Tor: Dominik Gommans hielt nicht nur mehrfach stark, sondern trug sich beim 14:11 sogar selbst in die Torschützenliste ein. Gemeinsam mit Joshua Dammel sorgte er dafür, dass die HSG auch in schwierigen Phasen immer wieder einen sicheren Rückhalt zwischen den Pfosten hatte.

Bis zur Halbzeit blieb Heppenheim jedoch in Schlagdistanz. Mit einer knappen 16:15-Führung ging die HSG in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung zunächst eng. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und konnten sich auf 20:16 absetzen, doch Heppenheim antwortete und verkürzte bis zur 41. Minute wieder auf 22:21.

In dieser Phase nahm die HSG eine Auszeit – und diese zeigte Wirkung. Anschließend spielte die Mannschaft wieder konsequenter nach vorne, erarbeitete sich gute Abschlussmöglichkeiten und erhöhte gleichzeitig den Druck in der Abwehr. Die Gäste fanden nun immer weniger Lösungen. Egal, ob Heppenheim mit unterschiedlichen Deckungsvarianten, sieben Feldspielern oder über die schnelle Mitte agierte: Die HSG hatte laut Tim Fähnrich jeweils die passende Antwort. Vor allem die Kombination aus einer stabiler werdenden Defensive und einem starken Gommans im Tor brachte die Gastgeber endgültig auf die Siegerstraße.

Ab der 40. Minute kippte die Partie dann endgültig. Aus dem knappen 22:21 wurde über 26:24 und 32:26 schließlich ein deutlicher 40:29-Erfolg. In den letzten 17 Minuten kassierte die HSG lediglich noch neun Gegentore und konnte sich auf der anderen Seite Tor um Tor absetzen.

Auch die Breite im HSG-Kader war an diesem Abend ein entscheidender Faktor. Insgesamt elf verschiedene Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Torben Fähnrich war mit neun Treffern erfolgreichster Feldtorschütze, gefolgt von Mirco Reinheimer mit sechs Toren. Robin Gross und Nico Cezanne steuerten jeweils fünf Treffer bei, Max Kaczmarek und Matthias Hirsch jeweils vier.

Tim Fähnrich zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. Der Trainer hob insbesondere hervor, dass seine Mannschaft nach einer ausgeglichenen Anfangsphase immer mehr die Oberhand gewann, die vorhandenen Wechselmöglichkeiten gut nutzte und auch auf die unterschiedlichen taktischen Varianten der Gäste reagieren konnte. Am Ende sei der Sieg mit 40:29 verdient gewesen.

Rückraumspieler Torben Fähnrich sah ebenfalls eine insgesamt starke Mannschaftsleistung. Er lobte vor allem das disziplinierte Auftreten sowie die Arbeit in Abwehr und Angriff und betonte, dass die nahezu vollständige Besetzung diesmal dafür gesorgt habe, dass die Mannschaft keinen wirklichen Einbruch erlebte. Gleichzeitig ordnete er das Ergebnis etwas ein und bezeichnete den deutlichen Endstand nach dem lange ausgeglichenen Spielverlauf als „einen Ticken zu hoch“. Besonders wichtig sei aber gewesen, die Partie diesmal konzentriert bis zum Ende zu spielen – genau das gelang der HSG.

Mit dem 40:29 feierte die HSG Rü/Bau/Kö damit nicht nur den zweiten Heimsieg der Saison, sondern auch einen gelungenen Kerwe-Auftritt in Bauschheim. Nach den ersten 40 Minuten war die Partie noch völlig offen, in der Schlussphase zeigte die HSG dann aber ihre größere Breite und setzte sich verdient deutlich ab.

Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Am kommenden Wochenende wartet mit dem Aufsteiger aus Biblis die nächste Aufgabe. Dort möchte die HSG an die Leistung anknüpfen und das klare Ziel verfolgen, die nächsten beiden Punkte einzufahren.

HSG Rü/Bau/Kö: Joshua Dammel, Dominik Gommans (1); Torben Fähnrich (9), Mirco Reinheimer (6/2), Robin Gross, Nico Cezanne (je 5), Max Kaczmarek, Matthias Hirsch (je 4), Florian Hock, Jens Hartmann (je 2), Joel Neubauer, Joel Beer (je 1), Max Reschner, Sven Sprengard.

Spielfilm: 3:3, 6:7, 11:9, 14:11, 16:15 – 20:16, 22:21, 26:24, 32:26, 40:29

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