HSG1: Starke erste Halbzeit reicht nicht – Erste verliert Saisonauftakt in Fürth

HSG Fürth/Krumbach – HSG Rü/Bau/Kö 37:31 (14:15)

Die HSG Rü/Bau/Kö musste sich zum Saisonauftakt bei der HSG Fürth/Krumbach mit 31:37 geschlagen geben. Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie lag die HSG zur Halbzeit noch mit 15:14 in Führung, musste sich nach dem Seitenwechsel jedoch vor allem aufgrund einer nachlassenden Defensivleistung geschlagen geben.

Nach der Niederlage in der vergangenen Woche bei der Stadtmeisterschaft gegen die TG Rüsselsheim hatte sich die Mannschaft für den Saisonstart einiges vorgenommen. Dass Fürth in den vergangenen Jahren ein gutes Pflaster für die HSG gewesen war, sollte dabei zusätzlich Mut machen. Der Start in die Partie verlief allerdings auf beiden Seiten mit einigen Lücken in den Abwehrreihen.

Mit zunehmender Spieldauer fand die HSG jedoch besser ins Spiel. Vor allem die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhütern wurde besser, sodass sich die Gäste Mitte der ersten Halbzeit erstmals etwas absetzen konnten. Auch Torhüter Dominik Gommans hatte nach seiner Einwechslung großen Anteil daran. Mit mehreren wichtigen Paraden, darunter zwei gehaltenen Siebenmetern, gab er der Mannschaft zusätzlichen Rückhalt. Gleichzeitig blieb die HSG im Angriff konsequent und nutzte ihre Chancen.

So entwickelte sich eine enge erste Halbzeit, in der die HSG Rü/Bau/Kö kurz vor dem Seitenwechsel die Nase vorn hatte. Mit einer 15:14-Führung ging es in die Kabinen.

Nach der Pause kippte die Partie jedoch zunehmend zugunsten der Gastgeber. In der Defensive bekam die HSG kaum noch Zugriff auf die Fürther Angreifer. „Nach der Halbzeit war dann leider in der Abwehr komplett der Wurm drin, wir haben keinen Zugriff bekommen“, analysierte Torwart und Pressesprecher Dominik Gommans nach der Partie. Auch im Tor fehlte nun die nötige Durchschlagskraft: „Wir Torhüter haben auch keine Bälle mehr an die Finger bekommen, auch bedingt durch ausschließlich freie Bälle für die Fürther.“

Offensiv blieb die HSG dagegen lange auf Augenhöhe. Bis in die Schlussphase hinein hielt die Mannschaft den Anschluss und war beim Stand von 26:24 beziehungsweise 31:28 noch in Schlagdistanz. Gerade in dieser Phase zeigte sich, dass die Gäste spielerisch durchaus mit dem Gegner mithalten konnten. Am Ende verhinderten jedoch die Probleme in der Defensive, dass die Partie noch einmal gedreht werden konnte.

Auch eine offene Manndeckung in der Schlussphase brachte nicht mehr die erhoffte Wende. Fürth nutzte die sich bietenden Räume konsequent und setzte sich letztlich mit 37:31 durch. „Am Ende fällt die Niederlage eventuell drei, vier Tore zu hoch aus“, so Gommans, der trotz des verlorenen Auftakts auch positive Aspekte sah: „Insgesamt war es jedoch eine deutliche Steigerung zur Vorwoche, die Mut für die kommenden Aufgaben macht.“

Individuell konnte sich insbesondere Joel Neubauer auszeichnen. Vom Siebenmeterpunkt blieb Neubauer bei sechs Versuchen sechsmal erfolgreich und war mit insgesamt acht Treffern bester Werfer der HSG. Dahinter folgten Robin Gross mit sieben Toren und Mittelmann Torben Fähnrich mit sechs Treffern. Nico Cezanne steuerte vier Tore bei, Florian Hock erzielte drei Treffer.

Trotz der Niederlage nimmt die HSG damit einige positive Erkenntnisse aus Fürth mit. Vor allem die Leistung in der ersten Halbzeit und die offensive Stabilität machen Mut für die kommenden Aufgaben. Nun gilt es, die Defensivleistung zu stabilisieren und die ersten Punkte der Saison einzufahren.

Am kommenden Wochenende steht das erste Heimspiel der Saison an. Gegen den TV Lampertheim soll dann das Punktekonto wieder ausgeglichen werden – und die HSG will vor heimischem Publikum die ersten beiden Saisonpunkte einfahren.

Spielfilm: 5:6, 8:8, 9:12, 11:14, 14:15 – 18:19, 22:21, 26:24, 31:28, 37:31

HSG Rü/Bau/Kö: Joshua Dammel, Dominik Gommans; Joel Neubauer (8/6), Robin Gross (7), Torben Fähnrich (6), Nico Cezanne (4), Florian Hock (3), Steffen Weyrich, Joel Beer, Max Reschner (je 1), Sven Sprengard, Matthias Hirsch

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