WhatsApp Image 2026-05-03 at 17.40.02

HSG1: Spannung bis zur letzten Sekunde: Erste gewinnt mit 32:31

Die HSG Rü/Bau/Kö hat sich im Heimspiel gegen den HC VfL Heppenheim mit 32:31 (18:14) durchgesetzt und damit nach der enttäuschenden Leistung in Trebur (20:26 Niederlage) die richtige Reaktion gezeigt. In einer intensiven und temporeichen Partie bewies die Dreierspielgemeinschaft vor allem in der Schlussphase große Moral und sicherte sich dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung zwei weitere Punkte.

Von Beginn an zeigte die HSG eine konzentrierte Vorstellung. Die Gastgeber gingen früh in Führung und behaupteten diese während der gesamten ersten Halbzeit. Trainer Tim Fähnrich zeigte sich mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden: „Nach dem letzten Spiel in Trebur hatten wir im Heimspiel gegen Heppenheim viel gutzumachen. Das Hinspiel wurde zwar souverän gewonnen, doch wussten wir um die Zweikampfstärke der Gäste und dass diese sich im Laufe der Saison stark verbessert hatten.“

Vor allem Torhüter Dominik Gommans erwischte erneut einen starken Tag und war ein wichtiger Rückhalt für die HSG. Gleichzeitig funktionierte das Angriffsspiel der Hausherren gut, sodass man sich bis zur Pause verdient auf 18:14 absetzen konnte. Auch HSG Co- und Torwarttrainer Christian Schildge zeigte sich zufrieden: „Kurz vor der Pause setzten wir uns auch dank Dominik ab und führten mit 18:14. Beide Keeper haben wieder eine starke Leistung gezeigt und trugen maßgeblich zum Spielverlauf bei.“

Kapitän Max Kaczmarek machte jedoch deutlich, dass die personellen Ausfälle und angeschlagenen Spieler der Mannschaft zu schaffen machten: „Man hat auf jeden Fall gemerkt, dass bei uns einige angeschlagen waren bzw. Nick & Jens komplett gefehlt haben, was uns im Rückraum schon arg weh getan hat. Auch Mirco war noch leicht angeschlagen – hat aber dann halt trotzdem 10 Tore gemacht!“

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunehmend. Die Kräfte bei der HSG ließen nach, während Heppenheim mit hohem Tempo immer besser ins Spiel fand. Besonders das Umschaltspiel der Gäste bereitete den Hausherren Probleme. Kaczmarek analysierte: „Wir hatten über das ganze Spiel insbesondere mit dem Umschaltspiel der Heppenheimer Probleme. In der zweiten Hälften fanden wir dann auch im Positionsspiel zu wenige Antworten. Erst in der Schlussphase konnten wir wieder mehr Zugriff finden.“ In der 45. Minute gelang den Gästen schließlich der Ausgleich zum 25:25, ehe sie kurze Zeit später sogar mit 29:27 erstmals in Führung gingen.

Doch die HSG zeigte in dieser schwierigen Phase Charakter. Während Heppenheim der hohen Intensität zunehmend Tribut zollen musste, fand die HSG defensiv wieder Zugriff. Angeführt von starken Paraden von Dominik Gommans und Joel Neubauer, der drei seiner vier Tore in der „Crunchtime“ erzielte, drehte die Mannschaft das Spiel mit einem 4:0-Lauf erneut zu ihren Gunsten. „Letztlich haben es dann die letzten 8 Minuten wieder rausgerissen – hier haben wir nur 2 Tore kassiert“, erklärte Kaczmarek nach dem Spiel. Fähnrich ergänzte: „Ab jetzt merkte man, dass den Gästen durch ihre Aufholjagd mit hohem Tempo langsam die Puste ausging.“

Neben den zehn Treffern von Mirco Reinheimer überzeugte auch Joel Neubauer mit einer starken Leistung und wichtigen Toren. Insgesamt war es erneut eine geschlossene Mannschaftsleistung, bei der jeder Spieler alles für das Team investierte. Kaczmarek fand zudem lobende Worte für den Gegner: „Trotzdem riesen Respekt vor der jungen Heppenheimer Truppe – die haben ein starkes Spiel gemacht.“

Nun stehen für die HSG noch zwei Spiele auf dem Programm, bevor die Saison endet. Das letzte Auswärtsspiel bestreitet die Mannschaft am Samstag um 18 Uhr bei der HSG Langen. Obwohl die Gastgeber bereits als Absteiger feststehen, dürfte die Partie alles andere als einfach werden – schließlich konnte Langen bereits im Hinspiel einen Punkt aus Bauschheim entführen.

Spielfilm: 4:2, 7:5, 11:10, 14:12, 18:14 – 22:18, 24:23, 27:29, 30:30, 32:31

HSG: Dominik Gommans, Joshua Dammel; Mirco Reinheimer (10/3), Max Kaczmarek (7), Joel Neubauer, Florian Hock, Torben Fähnrich (je 4), Matthias Hirsch (2), Nico Cezanne (1), Robin Gross, Joel Beer, Philipp Maybach, Jens Hartmann, Sven Sprengard