2025_Herren1

HSG1: Spektakel in Königstädten – Erste kämpft sich zum Remis

Von Dominik Gommans

Die HSG Rü/Bau/Kö hat in der Königstädter Halle große Moral bewiesen und sich in einem packenden Spiel gegen die HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden ein 35:35 (14:19) erkämpft. Nach einem zwischenzeitlichen Acht-Tore-Rückstand belohnte sich die Rüsselsheimer Spielgemeinschaft mit einem spektakulären Last-Second-Ausgleich.

Dabei begann die Partie zunächst ausgeglichen. Beide Teams drückten früh aufs Tempo, wie Trainer Tim Fähnrich schilderte:
„Nachdem wir in der Vorwoche Fürth deutlich mit 38:29 geschlagen haaben, gingen wir voller Selbstbewusstsein in das Spiel gegen den Tabellennachbarn HSG WBW. In der Anfangsphase wurde von beiden Teams mit hohem Tempo gespielt und so stand es schon in der dritten Minute 3:3 unentschieden.“

Doch nach dem 3:3 verlor die HSG zunehmend den Zugriff auf die Partie. Fähnrich zeigt sich unzufrieden und fand deutliche Worte für die Phase:
„Ab jetzt gerieten wir aber immer mehr ins Hintertreffen. Die Gäste erhöhten kontinuierlich das Tempo, während wir in einen „Schlafwagenhandball“ verfielen. Auch die Auszeit in der neunten Minute beim Stand von 4:8 änderte erst einmal nichts am Spiel.“

Die Gäste nutzten ihre Vorteile konsequent und setzten sich deutlich ab. Zwischenstände wie 8:14 und 9:17 spiegelten die Überlegenheit wider.
„Zwar versuchte wir den stark vorgetragenen Gegenstoß zu verhindern, die Gäste waren aber in dieser Phase eine Nummer stärker.“, so Fähnrich weiter.

Doch noch vor der Pause zeigte die HSG erste Comeback-Qualitäten:
„Ab jetzt merkten die Zuschauer eine unserer größten Stärken in dieser Saison, immer an sich glauben und nicht aufgeben. Durch Anpassungen vor allem im Angriff kamen wir zumindest bis zur Halbzeit auf 4 Tore und damit wieder auf Schlagdistanz heran.“

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die HSG wie ausgewechselt. Schritt für Schritt arbeitete sich das Team zurück ins Spiel.
„In der zweiten Hälfte sah man dann ein ganz anderes Gesicht meines Teams. Tor um Tor holten wir auf und schafften in der 42. Minute den verdienten 26:26 Ausgleich“, erklärte Fähnrich.

In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften gingen an ihre Grenzen, das hohe Tempo forderte seinen Tribut. Doch die HSG konnte sich in kritischen Momenten auf ihre Torhüter verlassen:
„Ab jetzt merkte man beiden Mannschaft das hohe Tempo an. Ab jetzt konnte sich die Heimsieben wenn sie zu langsam war auf ihre beiden Torhüter verlassen, die in den letzten 10 Minuten drei 7m hielten. So stand am Ende ein für beide Mannschaften verdientes 35:35 auf der Anzeigetafel.“

Torhüter Joshua Dammel, der sich sogar selbst in die Torschützenliste eintrug, bestätigte die schwierige Anfangsphase:
„Wir haben einen schweren Start in das Spiel erwischt. Wir haben am Anfang zu viele einfache Gegentore wegen Unaufmerksamkeit und zu langsamen Umschaltens kassiert. Das konnte Weiterstadt nutzen, um einen frühen Vorsprung zu erzielen. Als wir dann die genannten Probleme des Beginns weitestgehend ablegen konnten, wurde der Unterschied nicht weiter ausgebaut und wir kamen langsam ins Spiel. In der zweiten Hälfte konnten wir dann umsetzen, was wir uns vorgenommen haben und uns Stück für Stück zurückarbeiten.“

Besonders beeindruckend sei die mentale Stärke gewesen: „Wir haben dabei zu keinem Zeitpunkt die Köpfe hängen lassen und daran geglaubt Punkte mitnehmen zu können.“ Der dramatische Höhepunkt folgte in den Schlusssekunden: „Durch eine wesentlich stabilere Abwehr und konsequentere Abschlüsse konnten wir uns nach dem zwischenzeitlichen 7-Tore Rückstand auf ein Last-Second Unentschieden durch ein Kempa-Tor retten.“ Ein Sonderlob richtete Dammel zudem an seinen Torwartkollegen: „Zu erwähnen ist dabei auch unser Torhüter Dominik Gommans, der in der Crunchtime mehrere 7m und freie Würfe parierte.“

Mit diesem Punktgewinn im Rücken richtet sich der Blick nun auf das kommende Wochenende. Im Derby gegen die HSG Riedstadt will die HSG Rü/Bau/Kö auswärts nachlegen. Trotz der Tabellenkonstellation wird ein schweres Spiel erwartet – das Ziel ist jedoch klar: zwei Punkte aus Crumstadt mitnehmen.

Spielfilm: 4:8, 8:14, 9:17, 13:18, 15:19 – 19:23, 26:26, 29:28, 30:32, 35:35
HSG: Dominik Gommans, Joshua Dammel (1); Nick Bürkle (8), Mirco Reinheimer, Max Kaczmarek (je 7/1), Nico Cezanne (4), Florian Hock (2), Robin Gross, Joel Neubauer, Philipp Maybach, Jens Hartmann, Torben Fähnrich, Matthias Hirsch (je 1), Joel Beer, Sven Sprengard

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