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HSG1: Von 15:16 zu 38:29 – Erste zeigt zwei Gesichter

Von Dominik Gommans

Die HSG Rü/Bau/Kö hat ihr Heimspiel gegen die HSG Fürth/Krumbach nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten deutlich mit 38:29 (15:16) gewonnen. Vor heimischer Kulisse in Bauschheim zeigte die Spielgemeinschaft zunächst einen holprigen Start, steigerte sich nach der Pause jedoch deutlich und sicherte sich am Ende verdient die nächsten zwei Punkte.

Nach dem 32:28-Erfolg in der Hinrunde wollte die HSG auch diesmal die Punkte gegen die besser platzierte Mannschaft aus Fürth/Krumbach in eigener Halle behalten. Zu Beginn der Partie gelang es den Gastgebern zwar, sich einige gut herausgespielte Chancen zu erarbeiten, doch in der Defensive fehlte zunächst die nötige Stabilität. Abstimmungsprobleme in der Abwehr ermöglichten den Gästen immer wieder einfache Treffer, sodass sich Fürth/Krumbach früh absetzen konnte. Zwischenzeitlich lag die HSG mit vier Toren zurück (5:9 und 8:12).

Auch Trainer Tim Fähnrich sah in dieser Phase klare Probleme im Abwehrverbund und beschrieb den Beginn der Partie so:
„Zu Beginn des Spiels sah es nach einem Durchmarsch der Gäste aus. Schnell führten sie mit 3:6 und 5:9 Toren. In dieser Phase bekamen wir den stark spielenden Rückraum in Kooperation mit dem Kreisläufer nicht in den Griff.“

Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es der Spielgemeinschaft jedoch, sich Schritt für Schritt zurückzukämpfen. Durch Anpassungen in der Defensive sowie ein gutes Überzahlspiel verkürzten die Gastgeber den Rückstand kontinuierlich. Kurz vor der Pause war man wieder in Schlagdistanz und ging schließlich nur mit einem Tor Rückstand in die Kabine. Fähnrich erklärte dazu:
„Im Laufe der 1. Halbzeit und durch Anpassung der Abwehr und gutes Überzahlspiel kamen wir nach 20 Minuten immer weiter heran und gingen mit nur einem Tor Rückstand in die Pause.“

Mit dem Spielstand von 15:16 war für die zweite Halbzeit somit noch alles offen – und die Erste kam deutlich verändert aus der Kabine.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber wesentlich beweglicher und variabler im Angriffsspiel. Während in der ersten Hälfte noch wenige Spieler die Tore erzielten, lief der Ball nun deutlich besser durch die eigenen Reihen. Gleichzeitig wurde die Abwehr offensiver ausgerichtet und setzte die Gäste stärker unter Druck. Fähnrich beschrieb diesen Wandel so:
„In der 2. Halbzeit sah man von uns ein ganz anderes Gesicht. Wo in der ersten Hälfte noch alle Tore von nur zwei (!) Spielern gemacht wurden, wurde auf einmal der Ball laufen gelassen. In Kombination mit einer sehr offenen Abwehr dominierte man ab jetzt das Spiel.“

Direkt nach Wiederbeginn gelang der Ausgleich, und die HSG übernahm zunehmend die Kontrolle über die Partie. Eine taktische Umstellung mit Manndeckung gegen beide Halbpositionen der Gäste erwies sich als entscheidend. Im anschließenden Vier-gegen-Vier fanden die verbleibenden Angreifer der Gäste kaum noch Lösungen gegen die nun deutlich stabilere Defensive der Hausherren.

In der 41. Minute setzte sich die HSG erstmals selbst auf vier Tore ab (23:19). Der Vorsprung wuchs im weiteren Verlauf kontinuierlich an. Zwar kämpfte sich Fürth/Krumbach in der 50. Minute noch einmal auf drei Tore heran (29:26), doch die Gastgeber behielten die Ruhe und spielten ihre Angriffe konsequent zu Ende. Am Ende stand ein klarer und verdienter 38:29-Heimsieg auf der Anzeigetafel. Fähnrich fasste die entscheidende Phase abschließend so zusammen:
„Den Ausgleich erzielte man direkt mit dem ersten Angriff und zog bis zur 40. Minute auf 24:19 davon. Ab jetzt war meiner Mannschaft der Spaß am Spiel anzusehen und wir gewannen verdient mit 38:29 Toren.“

Bester Torschütze der Partie war Nick Bürkle, der mit 12 Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte. Ebenfalls erfolgreich präsentierten sich Mirco Reinheimer (9 – davon 6 per 7m) und Robin Gross (7). Nach einem schwierigen Start zeigte die HSG damit eine starke Reaktion und belohnte sich mit einem deutlichen Heimsieg.


Spielfilm

3:3, 5:8, 9:12, 11:13, 15:16 – 20:19, 24:20, 28:22, 32:27, 38:29

HSG Rü/Bau/Kö

Joshua Dammel, Dominik Gommans;
Nick Bürkle (12), Mirco Reinheimer (9/6), Robin Gross (7), Torben Fähnrich, Matthias Hirsch (4), Jens Hartmann (1), Sven Sprengard (1), Joel Neubauer, Max Kaczmarek, Nico Cezanne, Philipp Maybach, Florian Hock

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