2025_Herren1

HSG1: Krimi in Königstädten: Erste behält in der Schlussphase die Oberhand

Von Dominik Gommans

Die HSG Rü/Bau/Kö hat in heimischer Halle in Königstädten einen hart umkämpften 33:31-Heimsieg gegen die MSG Roßdorf/Reinheim gefeiert. Trotz einiger Ausfälle bewies die Mannschaft große Moral, Nervenstärke und mannschaftliche Geschlossenheit. Bester Werfer war Torben Jarne Fähnrich mit neun Treffern.

Dezimierter Kader überzeugt mit Kampfgeist

Die HSG musste auf drei wichtige Säulen verzichten: Mirco Reinheimer, Nico Cezanne und Jens Hartmann standen nicht zur Verfügung. Doch die verbleibenden Akteure kompensierten die Ausfälle mit großem Einsatz — jeder Spieler ließ alles auf der Platte.

Von Beginn an zeigte sich die Heimsieben hellwach. Nach ausgeglichenen Anfangsminuten setzte sich die HSG nach etwa zehn Minuten langsam ab und führte zwischenzeitlich mit 7:3. Vor allem die kompakte Defensive im Mittelblock funktionierte gut, während Torhüter Joshua Dammel mit starken Paraden Sicherheit ausstrahlte. Trainer Tim Fähnrich hatte vor der Partie gefordert, dass sich seine Mannschaft endlich für die guten Leistungen der vergangenen Wochen und die harte Trainingsarbeit belohnen müsse, zumal das Hinspiel deutlich verloren gegangen war. Entsprechend zufrieden war er mit dem Auftakt, denn seine Mannschaft kam sofort gut ins Spiel und legte mit einer 7:3-Führung den Grundstein für den weiteren Verlauf.

Bis zur Pause verteidigte die HSG ihren Vorsprung, auch wenn die Gäste hartnäckig blieben und nie aufgaben. Mit 17:15 ging es in die Kabinen — ein Zwischenstand, der laut Linksaußen Robin Gross vor allem auf einen konzentrierten und konsequent gespielten Angriff zurückzuführen war. Gleichzeitig stand die Abwehr über weite Strecken stabil, auch wenn einige ärgerliche Gegentreffer nicht verhindert werden konnten.

Schwächephase nach der Pause – MSG dreht das Spiel

Der Start in Durchgang zwei verlief zunächst vielversprechend, doch ab der 40. Minute kippte das Momentum. Die HSG ließ nun zu leichte Abschlüsse zu und tat sich im Angriff zunehmend schwer. Die MSG nutzte diese Phase konsequent, glich aus und erhöhte das Tempo weiter. In der 36. Minute fiel zunächst der verdiente Ausgleich, ehe die Gäste das Spiel endgültig zu drehen drohten. Viele Wechsel brachten Unruhe ins Spiel der Hausherren, sodass die HSG in der 50. Minute plötzlich mit 27:29 zurücklag — die schwächste Phase der Gastgeber, wie auch der Trainer später einräumte.

Gommans pariert – die Wende im Spiel

Neun Minuten vor dem Ende hätte die MSG sogar auf drei Tore davonziehen können. Doch der eingewechselte Torhüter Dominik Gommans parierte zunächst einen Siebenmeter und anschließend auch den freien Nachwurf — eine Doppelaktion, die sich als Wendepunkt entpuppte. Gross erklärte nach dem Spiel, dass die Mannschaft in solchen Situationen in der Vergangenheit häufig nervös geworden sei und den Kopf habe hängen lassen, diesmal jedoch nicht. Stattdessen habe man die Abwehr wieder in den Griff bekommen, über rund zehn Minuten lediglich zwei Gegentreffer zugelassen und vorne die nötigen Tore erzielt.

Starke Schlussphase entscheidet das Spiel

Angetrieben von der Defensive ließ die HSG in den Schlussminuten kaum noch etwas zu. Vorne setzte Fähnrich seine Mitspieler immer wieder in Szene, während hinten die Abwehr rund um einen sehr guten Mittelblock und gute Torhüter einen grandiosen Job erledigte. Drei Minuten vor Schluss gelang der Ausgleich zum 30:30, ehe die Gastgeber das Spiel mit mutigem Angriffsspiel endgültig auf ihre Seite zogen. Den Schlusspunkt setzte Matthias Hirsch zum 33:31 für die Hausherren.

Trainer Fähnrich hob anschließend besonders die mentale Stärke seines Teams hervor: „In der Crunchtime hat meine Mannschaft Nervenstärke bewiesen, der Torhüter hat entscheidende Paraden gezeigt und der Angriff sei treffsicher geblieben.“ Nach der zuvor schwächsten Phase habe die HSG gerade zum Ende hin ihre stärkste Phase gezeigt und sich so den verdienten 33:31-Erfolg gesichert.

Ausblick: Schweres Auswärtsspiel beim Tabellenführer

Schon kommende Woche wartet die nächste Herausforderung: Beim Tabellenführer HSG Groß-Bieberau/Modau II will die HSG als Außenseiter überraschen und dem Favoriten im Titelrennen Punkte abknöpfen.

Spielfilm: 3:3, 8:5, 12:9, 15:11, 17:15 – 19:16, 23:23, 27:29, 30:30, 33:31

HSG: Joshua Dammel, Dominik Gommans; Torben Jarne Fähnrich (9/1), Max Kaczmarek (6/1), Robin Gross, Nick Bürkle (je 5), Florian Hock (4), Joel Neubauer, Philipp Maybach, Sven Sprengard, Matthias Hirsch (je 1), Joel Beer

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